Studierende untersuchen Sicherheitslage am Bahnhof in Frankfurt (Oder)

Frankfurt (Oder). Im Rahmen des Seminars „Hinsehen – Eine kritische Perspektive auf die globalisierte Welt“ des Lehrstuhles Internationales Management an der Europa-Universität Viadrina, untersuchten drei Studierende die Sicherheitslage des Bahnhofes in Frankfurt (Oder). Annette Pflug, Laura Korock und Ricardo Dietrich nahmen neben 25 weiteren Studierenden im Sommersemester 2018 an dem Seminar teil. Das Besondere, es konnten sich sowohl Bachelor- als auch Masterstudierende der Europa-Universität Viadrina für das Modul einschreiben, wodurch bewusst verschiedene Blickwinkel auf das Thema „Globalisierung“ geschaffen werden konnten.

Von links nach rechts: Ricardo Dietrich, Annette Pflug, Laura Korock ,(c) Laura Korock

Die Themenfindung fiel der Dreiergruppe zu Beginn ihres Arbeitsprozesses nicht leicht. „Globalisierung ist mittlerweile ein riesiges Oberthema, da ist es nicht einfach ein Projekt zu erschaffen, das weder den Rahmen des Seminars, noch unsere zeitlichen Kapazitäten sprengt“ so die Bachelorstudentin Laura Korock. Nach ersten Gruppentreffen entschieden sich alle aber dafür, das globale Thema auf eine lokale Ebene zu bringen und einen Platz in Frankfurt (Oder) zu untersuchen, welcher auch durch die Globalisierung Veränderungen spürt – der Bahnhof. „Der Bahnhof ist in jeder Stadt der Ort, der ständig in Bewegung ist, egal ob am Tag oder in der Nacht. Es Begegnen sich Menschen aus unterschiedlichsten Lebenslagen und Nationalitäten. Damit das Aufeinandertreffen dieser reibungslos funktionieren kann, muss es Maßnahmen/ Spielregeln geben, die ein Reisen oder ein Arbeiten am Bahnhof sicher gestalten“ kommentiert Annette Pflug, die zur Zeit ihr Masterstudium an der Europa-Universität Viadrina absolviert. „Wir hatten uns überlegt die objektive Sicherheit mit der subjektiven zu vergleichen, also Daten, Fakten und Sicherheitsmaßnahmen mit der individuellen Sicherheitswahrnehmung  von Akteuren am Bahnhof gegenüber zustellen“ so der Bachelorstudent Ricardo Dietrich. Dafür interviewten die drei Studierenden die ansässige Bundespolizei für den objektiven Teil ihrer Arbeit, um ihn mit subjektiven Aussagen von Akteuren wie Gewerbetreibenden und Passanten gegenüberzustellen. „Das Führen der Interviews war eine spannende Erfahrung für uns. Wir drei haben vorher noch keine direkten Umfragen im Rahmen der Universität durchgeführt und ausgewertet.“ berichtete Annette Pflug. Das ermittelte Ergebnis: durch Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise ein Alkoholverbot, die Kooperation und das direkte Auftreten der Bundespolizei oder die Videoüberwachung auf dem gesamten Gelände, fühlen sich Gewerbetreibende und Passanten am Bahnhof Frankfurt (Oder) grundsätzlich sicher. „Sowohl objektiv als auch subjektiv konnten wir eine sehr positive Sicherheitslage an unserem Bahnhof feststellen. Straftaten, die am Bahnhof in Frankfurt (Oder) in einem Jahr passieren, gibt es an Berliner Bahnhöfen fast täglich“ erklärte Laura Korock. „Natürlich wird auch Frankfurt (Oder) nicht von Schwarzfahrern, Drängelei an Bahngleisen oder anderen Delikten verschont, dies mindert aber offensichtlich nicht das Sicherheitsgefühl anderer Reisenden oder Gewerbetreibenden“ fügte Annette Pflug noch hinzu.

Die Studierendengruppe ist mit den Ergebnissen ihrer Umfragen, die sie in einer fünfzehnseitigen Seminararbeit niederschrieben, sehr zufrieden. Des weiteren werden diese zum Abschluss des Seminars auch vor den anderen Teilnehmenden, sowie den Modulleitenden präsentiert. „Gemeinsam reisen wir alle für zwei Tage auf das Schloss Wartin um uns gegenseitig die Ergebnisse unserer Projekte mitzuteilen. Wir sind schon sehr gespannt auf die Recherchen anderer Gruppen und freuen uns auf eine schöne, gemeinsame Zeit auch außerhalb der Universität“ so Ricardo Dietrich. Das Modul „Hinsehen – Eine kritische Perspektive auf die globalisierte Welt“ soll nach Aussagen des Lehrstuhls auch zukünftig im Sommersemester angeboten werden. Sicherlich werden durch diese sehr praktische Seminar auch in Zukunft viele spannende Projekte durch Studierende realisiert werden können.

Bahnhofsvorplatz Frankfurt (Oder) (c) Laura Korock

 

 

 

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